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Porsche Mission X: Dieses elektrische Hypercar will den Nordschleifen-Rekord!

Zum 75. Geburtstag beschenkt Porsche sich mit einem Hypercar, das Anspruch auf den Nordschleifen-Thron des Nürburgrings erhebt. Dort soll der Mission X den Geschwindigkeitsrekord knacken – mit superstarkem Elektroantrieb.

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Porsche Mission X: Mit nach oben aufschwingenden Le-Mans-Türen. Hersteller

Beim Anblick des Mission X könnten Petrolheads schwer schlucken. Denn der vollelektrische Supersportwagen soll jedem Verbrenner die Rücklichter zeigen – zumindest auf der Nordschleife des Nürburgrings. Den aktuellen Geschwindigkeitsrekord für Fahrzeuge mit Straßenzulassung hält dort seit dem 28. Oktober 2022 der Mercedes-AMG One. Für den Mission X bedeutet das: Er müsste das renommierträchtige Streckenstück in einer Zeit umrunden, die 6:35,183 Minuten unterbietet.

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“Der Mission X ist ein Technologie-Leuchtturm für den Sportwagen der Zukunft”, sagt Porsche-Chef Oliver Blume. Nur eine Studie also? Dem könnte das Stichwort “Straßenzulassung” ebenso widersprechen wie die angesprochenen Rekordambitionen.

Optisch ein Leistungsversprechen

Mit rund 4,50 Metern ist der Mission X ungefähr so lang wie der Porsche 911, gleichzeitig aber breiter (zwei Meter) und zehn Zentimeter flacher (1,20 Meter). Ganz bewusst sollte das Hypercar keine aggressive Optik vermitteln. Ein Leistungsversprechen stellt das Outfit aber zweifellos dar: Nach oben öffnende Le-Mans-Türen, weit herabgezogene Fronthaube, großer Heckspoiler, über den Häuptern der beiden Insassen eine Leichtbau-Glaskuppel mit Exoskelett (Außenskelett) aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff. An der Hinterachse gibt es Aeroblades, die der Kühlung der Radbremsen dienen.

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Premiere feiert am vollelektrischen Supersportler das neue, modernisierte Porsche-Wappen, es schmückt einerseits die Fronthaube und andererseits das nach oben offene Lenkrad. Die ins Monocoque integrierten Sitzschalen bestehen aus CfK und schützen die Insassen mit Sechspunkt-Gurten. Vor dem Beifahrer respektive die Beifahrerin lässt sich ein Uhrenmodul anbringen, das beispielsweise die Rundenzeiten anzeigen kann, aber auch die Gesundheitsdaten des Fahrers/der Fahrerin.

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Was die Leistungsdaten des Renners betrifft, zeigt sich Porsche noch nicht recht gesprächig. “Wenn der Mission X in Serie ginge”, heißt es geheimnisvoll, dann werde er aber ein Leistungsgewicht von etwa einem Kilogramm pro PS haben und Abtriebswerte erreichen, die deutlich über dem aktuellen 911 GTR RS liegen.

900-Volt-Ladetechnologie

Zudem ist mit einer enorm leistungsstarken Ladetechnologie zu rechnen. Der Mission X soll eine 900-Volt-Systemarchitektur erhalten und damit doppelt so schnell wie der Taycan Turbo S laden können, der die DC-Schnellladestation mit bis zu 225 kW anzapft. Während des Ladevorgangs pulsiert das “E” des beleuchteten Porsche-Schriftzugs am Heck. Die Batterie selbst sitzt nicht, wie sonst bei E-Autos üblich, im Unterboden, sondern wurde hinter den Vordersitzen installiert, ähnlich wie bei einem Mittelmotor-Fahrzeug das Antriebsaggregat

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Porsche-Chef Blume sieht den Mission X in der Tradition von Boliden wie dem 959, dem Carrera GT und dem 918 Spyder. Der 959 wurde im Jahr 1986 erstmals vorgestellt und bis 1988 gebaut, mit seinem 450 PS starken Sechszylinder-Biturbo-Boxer brachte er es auf eine Topspeed von 317 km/h und galt seinerzeit als schnellstes straßenzugelassenes Fahrzeug der Welt. Die Ära des Carrera GT wiederum währte von 2003 bis 2006, befeuert wurde der Supersportler von einem 5,7-l-V10 mit 612 PS. Der 918 Spyder (2013 bis 2015) schließlich war schon mit Hybridtechnik ausgestattet, angetrieben wurde er von einem 608 PS starken 4,6-l-V8 und je einem Elektromotor an der Vorder- und an der Hinterachse, die Systemleistung von 887 PS befähigte den Spyder dazu, im September 2013 die Nürburgring-Nordschleife in 6:57 Minuten abzufahren und damit einen neuen Rundenrekord aufzustellen.

Nachfolger des 918 Spyder

Der Mission X würde, wenn er denn kommt, die legitime Nachfolge des Spyders antreten. 2027 könnte es soweit sein. Dass das vollelektrische Hypercar ausgerechnet am 8. Juni 2023 vorgestellt wurde, ist übrigens kein Zufall. Exakt 75 Jahre zuvor, am 8. Juni 1948 also, hat der 356 “Nr. 1” Roadster seine allgemeine Betriebserlaubnis erhalten. Dieses Ereignis betrachtet der Zuffenhausener Sportwagenhersteller als seine offizielle Geburtsstunde.

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