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Mercedes-Benz Vans will reines E-Werk im polnischen Jawor bauen

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Mercedes-Benz Vans ordnet sein Produktionsnetzwerk in Europa neu (Symbolbild).

Mercedes-Benz Vans plant in Polen ein reines E-Werk: In Jawor will das Unternehmen zukünftig die großen Vans als geschlossenes Baumuster/Kastenwagen auf der neuen VAN.EA-Plattform bauen. Bisher gibt es allerdings nur Absichtserklärungen zur neuen Fabrik.

Die finale Standortentscheidung und die konkrete Umsetzung hängen laut Mercedes-Benz Vans unter anderem von der Gewährung von Beihilfen für die Investition in Jawor ab. Das Unternehmen ist bereits seit 2019 im polnischen Jawor vertreten und fertigt dort Verbrennungsmotoren und Batterien.

„Wir haben eine Absichtserklärung mit der polnischen Regierung und weiteren polnischen Wirtschaftspartnern unterzeichnet. Diese sieht vor, dass wir die hervorragenden Bedingungen und gemeinsame Infrastruktur am etablierten Standort Jawor nutzen, um ein neues Werk für die Produktion von Vans aufzubauen“, erklärt Mathias Geisen, Leiter Mercedes-Benz Vans. „Während wir in allen unseren bestehenden Werken flexibel Vans mit Verbrennungs- und mit Elektroantrieb auf einer Linie fertigen, werden wir in Jawor unser weltweit erstes reines Elektro-Werk aufbauen. Wir setzen damit neue Maßstäbe und gehen auf unserem Weg in Richtung nachhaltiger, vollelektrischer Mobilität einen Riesenschritt voran.“

Im September dieses Jahres hatten Rivian und Mercedes-Benz Vans eine Absichtserklärung zur Gründung eines neuen Produktions-Jointventures für große vollelektrische Transporter unterzeichnet. Diese Option wurde jedoch von Rivian aufgrund der „Repriorisierung ihrer Projekte“ zurückgestellt, erklärte Mercedes. Rivian bestätigte dies und gab in einer Pressemitteilung bekannt, seine Pläne E-Vans in Europa zu produzieren, pausieren zu wollen.

Neuordnung des Produktionsnetzwerks in Europa

Ebenfalls im September hatte Mercedes-Benz Vans angekündigt, sein europäisches Produktionsnetzwerk für vollelektrische Vans basierend auf der VAN.EA anpassen zu wollen. VAN.EA (Van Electric Architecture) wird die Basis für alle Elektro-Vans im mittelgroßen und großen Segment, die ab 2025 auf den Markt kommen.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Tarifparteien plant der Konzern nun für die Werke in Düsseldorf, Ludwigsfelde und Vitoria folgendes:

Im Mercedes-Benz Werk Düsseldorf läuft aktuell der Sprinter und eSprinter als geschlossenes Baumuster/Kastenwagen vom Band. Ab der zweiten Jahreshälfte 2023 folgt die neue Generation des eSprinter. Zudem sollen dort die offenen Baumuster als Plattform für Aufbauhersteller oder Pritschenwagen des großen Vans auf VAN.EA-Basis gefertigt werden. Im Werk Ludwigsfelde wird seit 2018 das offene Sprinter-Modell gebaut. Ab Frühjahr 2024 soll dort der neue eSprinter als offenes Baumuster gebaut werden. Darüber hinaus soll das Werk Ludwigsfelde ein Kompetenzcenter für E-Van-Individualisierungen werden. Im spanischen Vitoria werden derzeit die mittelgroßen Vans von Mercedes-Benz produziert werden, wie die V-Klasse, der EQV, (e)Vito und (e)Vito Tourer. Ab Mitte des Jahrzehnts soll der mittelgroße Van auf Basis der rein-elektrischen modularen Plattform VAN.EA hinzukommen. mercedes-benz vans will reines e-werk im polnischen jawor bauen

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