BMW

Finanzen

Volkswagen

Wirtschaft

Wirtschafts-nachrichten

BMW und Volkswagen: Absatz insgesamt in 2022 gesunken, aber mehr Elektroautos verkauft

Im vergangenen Jahr haben BMW und die VW-Kernmarke Pkw insgesamt weniger Autos verkauft. Der Absatz der Elektroautos boomt aber weiterhin, BMW konnte die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr sogar verdoppeln.

bmw und volkswagen: absatz insgesamt in 2022 gesunken, aber mehr elektroautos verkauft

BMW und Volkswagen: Absatz insgesamt in 2022 gesunken, aber mehr Elektroautos verkauft

BMW hat im vergangenen Jahr besonders stark bei den Elektroautos zugelegt. Der Anteil der vollelektrischen Autos habe sich 2022 mit insgesamt 215.755 Fahrzeugen auf rund 9 Prozent verdoppelt, teilte der Müchnener Autobauer am Dienstag mit. In diesem Jahr solle der Absatz sogar auf 15 Prozent steigen. Bei der Marke Mini hat sich BMW bereits das Ziel gesetzt, ab 2030 nur noch Elektroautos zu verkaufen. “Besonders bei unseren vollelektrischen Modellen verzeichnen wir weiterhin hohe Auftragseingänge”, betonte Nota. Die BMW-Aktie legte am Dienstag um fast 1 Prozent zu.

Das manager magazin fasst den Tag für Sie zusammen: Die wichtigsten Wirtschaftsnachrichten im Überblick als Newsletter. Jetzt kostenfrei abonnieren.

Insgesamt verbuchte der Autobauer mit knapp 2,4 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce einen Rückgang um 4,8 Prozent, wie der Konzern bereits in der vergangenen Woche mitgeteilt hatte.

Das Jahr sei von den Engpässen bei der Versorgung mit Teilen, den Corona-Lockdowns in China und dem Krieg in der Ukraine geprägt gewesen, dies habe die Auslieferungen insbesondere in der ersten Jahreshälfte gebremst. Zum Jahresende habe sich die Lage dagegen gebessert: Mit 651.798 ausgelieferte Fahrzeuge der Konzernmarken legte der Absatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,6 Prozent zu.

In den großen Märkten entwickelten sich die Absatzzahlen im Gesamtjahr ähnlich. Den stärksten Rückgang erlebte der Konzern mit 7,5 Prozent in Europa. Der Absatz in China sank um 6,4 Prozent, in Amerika um 2,3 Prozent. Es gab auch Ausnahmen: Dass der Absatz in Asien insgesamt deutlich langsamer als im größten Teilmarkt China sank, verdankte BMW unter anderem starken Absatzzahlen aus Südkorea.

Für dieses Jahr nannte der Konzern keine konkrete Zielmarke. Vertriebsvorstand Pieter Nota (58) kündigte aber an, den “Kurs des profitablen Wachstums” fortzusetzen.

VW: Insgesamt weniger Autos verkauft, aber mehr Stromer

Die Volkswagen-Kernmarke VW Pkw hat im vergangenen Jahr ebenfalls weniger Autos verkauft. Mit 4,56 Millionen waren es weltweit 6,8 Prozent weniger ausgelieferte Fahrzeuge als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Fortschritte machte VW mit vollelektrischen Wagen und kam mit rund 330.000 Stromern auf ein Verkaufsplus von 23,6 Prozent. Die Aktie legte am Dienstag leicht zu.

Im wichtigsten Einzelmarkt China konnte VW die Auslieferungen seiner stockend angelaufenen ID-Modellfamilie auf 143.100 Elektroautos mehr als verdoppeln. Für dieses Jahr erwartet VW weiter eine schwankungsanfällige Versorgungslage. Sie soll sich aber schrittweise verbessern und damit eine stabilere Produktion ermöglichen.

Der Auftragsbestand sei nach wie vor sehr hoch. Über alle Antriebsarten lägen in Europa rund 640.000 Bestellungen vor, hieß es. Das sind 18 Prozent mehr als vor einem Jahr. “Trotz anhaltender Versorgungsengpässe haben wir 2022 ein solides Absatzziel erreicht”, sagte Markenvertriebschefin Imelda Labbé. Insgesamt sind Stadtgeländewagen (SUV) bei VW weiter auf dem Vormarsch: Ihr Anteil am Gesamtverkauf stieg um 4 Punkte auf 45 Prozent. In den USA waren mehr als vier von fünf verkauften Fahrzeugen SUVs.

Der Volkswagen-Konzern will am Donnerstag seine Auslieferungszahlen aller Fahrzeugmarken insgesamt für das Vorjahr vorlegen.

TOP STORIES