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F-Pace SVR: Starker Abgesang auf Jaguars Verbrenner-Ära

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F-Pace SVR: Starker Abgesang auf Jaguars Verbrenner-Ära

Es ist mehr als nur ein Facelift. Mehr als eine tiefgreifendere Modellpflege, die dem großen SUV von Jaguar in in seiner stärksten Ausprägung Bedeutung verleiht.

Eine Ausfahrt mit dem aktuellen Jaguar F-Pace SVR erschließt noch eine zusätzliche Dimension. Denn hier ist der Letzte seines Stammes angetreten, um die Erinnerung an die Qualitäten eines soliden Achtzylinders möglichst lange wach zu halten. Die Elektrifizierung, der sich die indischen Briten wohl oder übel verschrieben haben, sorgt nämlich dafür, dass diese Kombination keine weitere Ausprägung mehr bekommen wird.

Zumindest bis es soweit ist – oder eben so lange es verwertbaren Kraftstoff welcher Ausprägung auch immer für seinen Achtzylinder geben wird – muss der F-Pace SVR aber auch die ganz profanen Anforderungen des automobilen Alltags so erfüllen, wie sich das die Kundschaft erwartet, die bereit ist, über 160.000 € für ihn auszugeben. Das Rüstzeug dafür wurde ihm nun auch optisch erkennbar mitgegeben.

Nicht nur Kosmetik für den SVR

Wobei hier etwa mit den neu gestalteten Stoßfängern nicht nur Kosmetik betrieben wurde. Sie senken auch den Luftwiderstand und verringern den Auftrieb vorne und hinten um je 35 %.

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Mehr Luft: Die neu gestaltete Frontpartie des SVR

Das passt gut ins Bild eines SUV, bei dem das S in der Gattungsbezeichnung (das bekanntlich für “Sport” steht) ganz groß geschrieben wird. So wurde bei gleichgebliebener Leistung von üppigen 550 PS das maximale Drehmoment des Fünfliter-Achtzylinders noch einmal um 20 Nm auf jetzt 700 Nm angehoben. Das ergibt für die Statistik 3 km/h mehr bei der theoretischen Spitzengeschwindigkeit (286 km/h) und 0,3 Sekunden weniger für den Sprint auf 100 km/h. Wer sich den Spaß leistet, die neue Dynamic-Launch-Funktion zu nutzen, zoomt sich so, umgeben von gut 2 Tonnen Auto, in nur 4 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100.

Allzeit bereit zum Sprung nach vorne

Aber auch das ist wohl eher für die Statistik (und allenfalls das Autoquartett) wichtig, als für den täglichen Betrieb des Top-F-Pace. Dort erfreut sich, wer auch immer es ans Lenkrad eines SVR schafft, wesentlich öfter an der ungemeinen Souveränität, die der Fünfliter-V8 in jeder Fahrsituation ausstrahlt. Selbst beim entspannten Dahinrollen im Segelmodus vermittelt der F-Pace SVR, dass er jederzeit und sofort in der Lage wäre, alle Ketten zu sprengen. Überholen wird zum Kürzestzeit-Vergnügen. Ein kleiner Gasstoß reicht, um die wahren Kräfteverhältnisse aufflackern zu lassen.

Abgesehen davon kann der stärkste F-Pace jetzt auch mit ganz profanen inneren Werten punkten. Wie schon bei den Tests von Diesel und Plug-in-Hybrid beschrieben, zeitigt der gründliche Umbau des Infotainment-Systems im Cockpit auch im SVR erfreuliche Ergebnisse. Die eingesetzten Rechner agieren jetzt so hurtig, wie es in diesem Ambiente zurecht erwartet wird. Die Schrulligkeiten in der Benutzerführung wurden weitgehend ausgebügelt. Umso mehr erfreut die Tatsache, dass dennoch nicht alles in Richtung Touchscreen-Untermenüs ausgelagert wurde, was bedienungsfreundlicher auch mit einem Drehregler oder Schalter gelöst werden kann. Das geht hin bis zu einem haptisch tollen und blind bedienbaren Einstellrad für die verschiedenen Fahrmodi.

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Gute Mischung aus Drehreglern und Befehlen via Touchscreen im Cockpit

Verbrauch bleibt zweistellig

Zum Verbrauch: Auch wenn der kaum das entscheidende Kriterium für jene sein dürfte, die sich ein massiges SUV mit potentem V8-Motor leisten, sei hier aus der Praxis geplaudert. Auf gemischtem Geläuf samt Autobahnanteilen diesseits der heimischen Tempolimits und ein paar Zwischensprints bei Landstraßen-Überholmanövern ist ein Schnitt von rund 12,5 l /100 km realistisch. Deutlich mehr geht natürlich jederzeit, wenn die Leistungsreserven des SVR dauerhaft abgerufen werden bzw. die freie deutsche Autobahn das bevorzugte Einsatzgebiet ist.

Aber unter die 10-Liter-Schwelle ist der stärkste F-Pace in der Praxis kaum zu bringen, so viel muss klar sein.

Wer das vor hat, greift lieber gleich zum Diesel. So lange das noch geht.

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