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Plattform für kleine E-Autos „gemeinschaftliche Aufgabe“ von VW, Cupra und Skoda

plattform für kleine e-autos „gemeinschaftliche aufgabe“ von vw, cupra und skoda

Bild: VW

Der Volkswagen-Konzern will zur Mitte des Jahrzehnts auf einer neuen Plattform drei moderne Elektroauto-Modelle zum erschwinglichen Preis einführen. Neben der Kernmarke erhalten Skoda und die sportliche Seat-Schwestermarke Cupra kleine Vollstromer. Die Automobilwoche hat mehr dazu in Erfahrung gebracht.

Gebaut werden die drei neuen Elektroautos in Spanien. Dort hat sich der Konzern umfangreiche Staatshilfe gesichert. Zusammen mit eigenen Investitionen und Mitteln von mehr als 60 Partnern soll das Land zu einem europäischen Hub für Elektromobilität werden. Im Mittelpunkt steht die Produktion von elektrischen Kleinwagen.

Die technische Basis stellt die neue Plattform MEB Small, die auf VWs 2020 gestartetem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten MEB aufbaut. An der neuen Architektur arbeiten Vertreter von VW, Skoda und Cupra in einem Projekthaus eng zusammen. „Das Projekthaus beherbergt die unterschiedlichen Disziplinen: Beschaffung, Produktion und Entwicklung aller Marken. Das heißt, dass wir als Team arbeiten und nicht als Marken oder Bereiche. Wir sehen das MEB-Small-Plattform-Projekt als eine gemeinschaftliche Aufgabe“, so Werner Tietz, Forschungs- und Entwicklungsvorstand von Seat und Cupra, gegenüber der Automobilwoche.

Tietz wies darauf hin, dass die Plattform in Wolfsburg entwickelt werde, die Schnittstelle zu der Fachabteilung bei Volkswagen sei daher sehr wichtig. „Deshalb haben wir hier Vertreter, die genau diese Schnittstelle abbilden, sodass wir in Martorell alles bestens abwickeln können.“

Cupra hat mit der Studie UrbanRebel bereits einen Ausblick auf sein Modell auf dem MEB Small gegeben. Das sportliche Elektroauto für den urbanen Raum wird nach Angaben von Tietz in der Einstiegsversion Reichweiten von 300 bis 440 Kilometern bieten. Die Ladezeit von 10 auf 80 Prozent der Batterie liege bei unter 20 Minuten. Als Kofferraumvolumen soll der Fronttriebler 410 Liter bereitstellen – man wolle den Kunden einen hohen Nutzwert bieten.

VW plant auf der neuen Plattform zwei Elektroautos, eine kleine Kombilimousine und ein kleines SUV. Cupra werde nur eine Baureihe mit der Architektur umsetzen, sagte Tietz. Zum Preis verriet er, dass dieser leicht über dem des Wolfsburger Modells liegen werde. VW-Markenchef Thomas Schäfer hatte zuletzt „deutlich unter 25.000 Euro“ in Aussicht gestellt.

Ursprünglich war von einem modernen Elektro-Kleinwagen für weniger als 20.000 Euro die Rede gewesen, das lässt sich wegen Kostensteigerungen aber nicht realisieren. Das günstigste Modell der drei kleinen Batteriewagen könne Skoda anbieten – bis auf einen ersten Teaser gibt es zu dem Modell aber noch keine Informationen.

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