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CES: Peugeot gibt Design-Ausblick auf neue E-Auto-Generation

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Peugeot hat mit der CES-Studie Inception Concept einen Ausblick auf die Designsprache seiner Elektroautos ab 2025 gewährt. Diese werden anders als die aktuellen Elektro-Peugeots auf reinen E-Plattformen ohne Verbrenner-Technik basieren. Diese Freiheiten wollen die Designer nun nutzen – und sprechen vom „Beginn einer neuen Ära“.

Die auf der Messe präsentierte Studie ist eine flache E-Limousine der Oberklasse auf Basis der Stellantis-Plattform STLA Large mit 800-Volt-Technik, die von zwei insgesamt rund 500 kW leistenden E-Motoren angetrieben wird. Mit einem 100-kWh-Akku soll die Limousine 800 Kilometer schaffen – dank eines niedrigen Verbrauchs von nur 12,5 kWh/100km.

Damit wiederholen die Franzosen aber quasi nur die bekannten Eckdaten zur STLA Large – diese wurde bereits 2021 für Fahrzeuge im D- und E-Segment und mit bis zu 800 Kilometern Reichweite angekündigt. Die STLA Large ist dabei für Batterien von 101 bis 118 kWh ausgelegt. Die Fahrzeuge sollen zwischen 4,70 und 5,40 Metern lang und zwischen 1,90 und 2,03 Metern breit sein.

Ob es sich bei dem 500 kW starken Dual-Motor-Antrieb um zwei gleich starke E-Motoren oder eine hecklastige Leistungsverteilung mit einem stärkeren Motor an der Hinterachse handeln wird, ist noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass es sich um die sogenannte EDM3-Antriebseinheit handelt. Die EDM3 ist die einzige der drei angekündigten „Electric Drive Modules“, die es auch in einer 800-Volt-Version geben soll – EDM1 und EDM2 sind reine 400-Volt-Einheiten. Das EDM3 bietet je Motor zwischen 150 und 330 kW.

Reine E-Plattformen ermöglichen neuen Design-Ansatz

Auf derartige Details des Antriebs geht Peugeot in der Mitteilung zur CES-Studie Inception Concept aber nicht ein, da es dort vorrangig um das Design geht. Aber auch dieses hat einen starken Elektro-Bezug: Da die Modelle auf Basis der kommenden STLA-Plattformen keine Verbrenner-Karossieren mit Elektro-Antrieb sein werden, eröffnen die „BEV-by-design“-Plattformen laut Peugeot „neue Perspektiven mit einer gewagten Architektur“.

Konkret soll die fünf Meter lange Limousine nur 1,34 Meter hoch sein. Diese Größe sei bewusst gewählt worden, „um die zahlreichen Innovationen dieses Konzeptfahrzeugs hervorzuheben“. Damit sind Assistenz-Funktionen auf KI-Basis gemeint, die als STLA Brain, STLA Smart Cockpit und STLA Autodrive bezeichnet werden. Ein konkretes Beispiel einer solchen Innovation: Das Lenkrad mit mechanischer Verbindung zu den Vorderrädern wird durch ein „Steer-by-wire“-Konzept ersetzt, welches über eine „Hypersquare-Steuerung“ bedient wird, „bei der digitale elektrische Steuerungen an die Stelle mechanischer Verbindungselemente treten“.

Während es eine „Steer-by-wire“-Lenkung 2025 womöglich in die Serie schafft, gilt das sicher nicht für alle Elemente der Inception-Studie. So wird der gesamte Innenraum von einer über sieben Quadratmeter großen Glaskuppel überspannt, die auch noch – in Anlehnung an eine Nasa-Technologie für die Visiere der Astronautenhelme – „außergewöhnliche thermische Eigenschaften“ bieten soll. Zudem dürfte die auffällig designte Frontpartie nicht internationale Crashtest-Standards (etwa bei der Fußgänger-Sicherheit) erfüllen.

Dennoch soll die CES-Studie eine wichtige Rolle für die Marke spielen. „Unser Ziel ist klar: Peugeot soll bis 2030 die führende Elektromarke in Europa werden. Dieses Ziel und die ehrgeizige Vision ebnen den Weg für einen radikalen Wandel der Marke“, sagt Linda Jackson, globaler CEO der Marke. „Sie wird heute durch das Peugeot Inception Concept verkörpert, das den Beginn einer neuen Ära markiert.“
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