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Video: Bentley Flying Spur - Test mit 635 PS

333 km/h schnell und rund 240.000 Euro teuer

video: bentley flying spur - test mit 635 ps

Der Flying Spur wiegt 2,4 Tonnen! Trotzdem erreicht dieser Fettklops Geschwindigkeiten wie ein Formel-1-Auto! Und man muss dabei keinen Helm aufsetzten, kann sich massieren lassen und dabei Beethovens 9. in Konzertqualität hören!

Rund 240.000 Euro kostet der Flying Spur in der Testwagenausstattung. In der Basis bekommt ihr ihn aber schon ab 190.200 Euro. Das ist viel, allerdings fällt die Basisausstattung etwas edler aus, als die eines Dacia Sandero. Der Motor hat auch etwas mehr Kraft: nämlich 635 PS und 900 Newtonmeter.

Verglichen mit einer Mercedes S-Klasse, besitzt der Flying Spur weniger Technik bzw. weniger “Spielereien”. Ich persönlich mag die Gadget-Askese des Bentley. Das liegt aber überwiegend daran, dass ich die Technik-Affinität eines senilen 80-Jähringen besitze, der die letzten 40 Jahre im Gefängnis verbracht hat!

Der Bentley ist definitiv kein High-Tech-Auto, aber er ist auch kein mittelalterliches Ochsenfuhrwerk. Ich bekomme alles, was ich heutzutage erwarten kann, nur eben edler und nutzerfreundlich verpackt. Was das genau bedeutet, sehen Sie im Video.

Wenn es so etwas wie eine Enttäuschung bei diesem Auto gibt, dann ist es der Klang. Man hört so gut wie nichts von den 12 Zylindern, selbst wenn man das Gaspedal aufs Bodenblech tritt. Der flüsternde Auspuff und die Innenraumdämmung zwingen den Motor in den Hintergrund. Aber wahrscheinlich will der typische Bentley-Kunde genau das.

Und natürlich säuft der Motor wie ein dehydrierter Dachdecker zur Happy Hour. Auf meiner Autobahnfahrt vom Anfang des Videos, hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 34,4 Litern. Bei normaler Fahrweise tut man sich schwer unter 14 zu kommen!

Die 22-Zoll-Felgen kosten übrigens fast 11.000 Euro extra. Auch das beleuchtete B auf der Motorhaube kostet extra, genauso wie die fantastische Naim-Audioanlage und die Kombination aus Schiebedach, Sonnenschutz und hinteren Kosmetik-Spiegeln. Das Seltsame ist allerdings, dass ich dieses Auto trotz alledem nicht als asozial dekadent empfinde!

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