Mit seinen leuchtenden Farben liefert der Herbst gerade für Fahrzeuge, die an sich eher dunkel und zurückhaltend konfiguriert sind, eine traumhafte Kulisse. Im Sinne des Understatements wünscht schließlich längst nicht jeder Kunde auffällige Farben: Für so manchen ergibt sich der Genuss eines besonderen Fahrzeugs gerade auch daraus, dass ihm nicht jeder sein volles Potenzial ansieht. Ein Paradebeispiel dafür ist der neue BMW i5 M60, der spätestens mit Modellschriftzug-Entfall ausgesprochen unauffällig sein kann: Selbst die schwarzen Nieren mit ihren horizontalen Streben rücken in Verbindung mit einer dunklen Lackierung in Tansanitblau in den Hintergrund und die Zeiten sichtbarer Endrohre sind bei der neuen 5er-Generation (G60) ohnehin vorbei.
Dass die Business-Limousine dennoch einen Überfluss an Leistung und Drehmoment bietet, könnte so manchen zufälligen Betrachter überraschen. Mit 601 PS und fast 800 Newtonmeter Drehmoment spielt der BMW i5 M60 auf Augenhöhe mit dem bisherigen M5 (F90 LCI), auch bei den Fahrleistungen muss sich der starke Elektro-5er nicht verstecken: Zwar reichen die versprochenen 3,8 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 nicht ganz, um einen M5 zu schlagen, aber für so gut wie jeden anderen Rivalen ist das Potenzial des i5 M60 mehr als ausreichend. Das gilt erst Recht für Zwischensprints, bei denen der Elektro-Antrieb die knapp 2,4 Tonnen nicht erst in Fahrt bringen muss und sofort mit seinen verzögerungsfrei anliegenden 795 Newtonmeter punkten kann.
Auf den Interieur-Fotos aus der Tschechischen Republik erhalten wir einen Eindruck von der BMW Individual Bicolor-Lederausstattung Merino in den Farben Kupferbraun und Atlasgrau, die für ein edles Ambiente an Bord sorgt.
(Fotos: BMW Tschechische Republik)