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Tatsächlicher Verbrauch: Dacia Duster TCe 150 EDC im Test

Wie viel Sprit braucht das SUV mit dem neuen 150-PS-Turbo und Doppelkupplungsgetriebe?

tatsächlicher verbrauch: dacia duster tce 150 edc im test

Der Dacia Duster ist seit Jahren einer der meistverkauften SUVs in Europa. Das verdankt er der Kombination einer praktischen, einfachen Ausstattung mit sehr niedrigen Preise. Dem gleichen Rezept folgt die Facelift-Version. Als Motorisierung für unseren Verbrauchstest haben wir den 150 PS starken 1,3-Liter-Turbobenziner gewählt, und zwar in der Version mit Doppelkupplungsgetriebe und Frontantrieb.

Die leistungsstärkste Version des rumänischen SUVs kam auf unserer 360 km langen Standard-Teststrecke von Rom nach Forlì auf einen Durchschnittsverbrauch von 5,25 Liter/100 km. Mit dem derzeitigen deutschen Durchschnitts-Spritpreis ergibt das Kraftstoffkosten von 8,72 Euro pro 100 Kilometer.

Im Verbrauchsranking leicht unterdurchschnittlich 

Mit seinen 5,25 Litern landet der Dacia Duster im Ranking unserer Testergebnisse knapp unter dem Durchschnitt der Benziner. Der 150-PS-Duster liegt gleichauf mit dem Skoda Karoq 1.5 TSI DSG (ebenfalls 5,25 Liter/100 km) und vor dem Jeep Compass 1.3 T-GDI 150 PS DDCT 4×2 (5,45 Liter/100 km), dem Nissan Qashqai Mildhybrid 158 PS Xtronic 2WD (5,55 Liter) und Fiat 500X Cross 1.3 Turbo 150 PS DDCT FWD (6,00 Liter).

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Bei den SUVs und Crossover-Modellen mit Benziner verbrauchten der Nissan Juke DIG-T 117 DCT 2WD (5,00 Liter) und der Peugeot 2008 1.2 PureTech 155 PS EAT8 (ebenfalls 5,00 Liter) weniger als der Duster. Noch sparsamer waren der Ford Puma 1.0 Ecoboost Hybrid 155 PS mit Handschaltung (4,80 Liter), der Renault Captur TCe 130 EDC (4,70 Liter), der VW T-Cross 1.0 TSI 95 PS (4,30 Liter) und der Spitzenreiter Hyundai Bayon 1.0 T-GDI 100 PS 48V iMT (3,75 Liter).

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Fährt gut und ist geräumig

Der von uns getestete Duster hatte die reichhaltige Prestige-Ausstattung mit 17-Zoll-Alufelgen, Klimaautomatik und Rückfahrkamera. Der deutsche Listenpreis liegt bei knapp 21.000 Euro.

Dafür erhält man ein SUV mit guten Straßenmanieren, relativ gutem Komfort und genug Platz für Passagiere und Gepäck. Die Bedien-Ergonomie ist ebenfalls gut. Einzige Schwachpunkte ist die gefühlte Qualität einiger Innenraummaterialien.

In der Stadt ein wenig durstig

In der Stadt und auf der (italienischen) Autobahn verbrauchte unser Dacia Duster etwas mehr Kraftstoff als auf der Standard-Teststrecke von Rom und Forli, aber ohne bedenkliche Werte zu erreichen. Der 50 Liter fassende Benzintank sorgt für eine konstant hohe Reichweite von durchschnittlich fast 700 km.

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Spritverbrauch in verschiedenen Verkehrssituationen

  • Stadtverkehr (Rom): 7,3 Liter/100 km, 685 km Reichweite
  • Stadt-Umland-Mix: 7,0 Liter/100 km, 710 km Reichweite
  • (Italienische) Autobahn: 7,0 Liter/100 km, 710 km Reichweite
  • Spritspartest: 4,1 Liter/100 km, 1.220 km Reichweite
  • Maximalverbrauch: 22,8 Liter/100 km, 215 km Reichweite

Aus dem offiziellen Datenblatt

Modell Kraftstoff Leistung Abgasnorm Normverbrauch
(WLTP)
CO2-Emissionen
(WLTP)
Dacia Duster TCe 150 EDC 2WD Benzin 150 PS Euro 6d-ISC-FCM 5,4 l/100 km 141 g/km

Daten des Testfahrzeugs

Fahrzeug: Dacia Duster TCe 150 EDC 2WD PrestigeDeutscher Listenpreis: 20.750 EuroTestdatum: 13. Januar 2022Wetter (Abfahrt / Ankunft): heiter, 11 Grad / heiter, 1 GradWährend der Tests insgesamt gefahren: 875 kmDurchschnittsgeschwindigkeit auf der Strecke Rom-Forlì: 78 km/h
Reifen: Continental EcoContact 6 – 215/60 R17

Verbrauch und Kosten

Bordcomputer-Anzeige: 5,3 Liter/100 kmAn der Zapfsäule bestimmter Verbrauch: 5,2 Liter/100 kmMittel aus diesen Werten: 5,25 Liter/100 kmKraftstoffpreis: 1,66 Euro/Liter (Super E10)
Spritkosten: 8,72 Euro/100 km

Und so ermitteln wir den Verbrauch

Wenn Sie einen Freund nach dem Verbrauch seines Autos fragen, nennt er Ihnen wahrscheinlich einen Wert, der keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt. Vielleicht hat er den Wert vom Bordcomputer abgelesen, oder er hat seine Tankrechnungen aufbewahrt und sich daraus einen Verbrauch errechnet.

Ähnlich ermitteln wir unseren Testverbrauch: Er ergibt sich als Mittel aus Bordcomputer-Wert und dem an der Tankstelle ermittelten Verbrauch. Die Testautos werden stets von Fabio Gemelli von Motor1.com Italien gefahren. Der Journalist fährt häufig fürs Wochenende von der Redaktion in Rom in seine Heimat Forlì (in der Emilia-Romagna).

Dabei bewegt er die Autos bewusst sparsam: Er bleibt knapp unter der Höchstgeschwindigkeit (auf der italienischen Autobahn: 130 km/h), vermeidet abruptes Beschleunigen und Bremsen und fährt vorausschauend. Die Teststrecke Rom-Forlì ist etwa 360 Kilometer lang und umfasst 65 Prozent Superstrada (autobahnähnliche Schnellstraße, Tempolimit zwischen 90 und 110 km/h), 25 Prozent Autostrada (Autobahn, Tempolimit 130 km/h), fünf Prozent Strada Statale (Bundesstraße, Tempolimit 90 km/h) und fünf Prozent Stadtverkehr.

Dabei wird der Apennin überquert, die Strecke enthält also durchaus auch Steigungen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt in der Regel bei 70 bis 80 km/h. Am Ende der Strecke notiert unser Tester die Bordcomputer-Anzeige und berechnet (bei Autos mit Verbrennungsmotor) den Verbrauch an der Zapfsäule.

Dabei wird “von voll bis voll” gemessen, wobei voll bedeutet: Das Tanken wird beim ersten Klick der Zapfpistole beendet. Dann berechnet Fabio den Mittelwert. Die Kosten berechnen wir jedoch anhand der deutschen Preise (Durchschnittskosten laut ADAC zum Zeitpunkt der Veröffentlichung).

Bei Elektroautos verwenden wir den Bordcomputer-Verbrauch und einen durchschnittlichen Strompreis von 32 Cent pro kWh (gerundeter Durchschnittspreis für 1 kWh Haushaltsstrom in Deutschland im Jahr 2020 mit 19% Mwst. laut Bundeswirtschaftsministerium). Bei Erdgas- und Autogas-Fahrzeugen wird der Durchschnittspreis von www.gas-tankstellen.de in Anschlag gebracht.

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