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Suzuki Swift Sport (2020) im Dauertest (4): Alles auf Alltag

Im täglichen Umgang zeigt der Kraftzwerg Stärken und Schwächen

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Dürfen wir Ihnen ein kleines Geheimnis verraten? Die meisten Autos, von denen Sie bei uns Testberichte lesen oder sehen, begleiten uns zwei Wochen. Aber es ist natürlich immer noch etwas anderes, wenn man ein Fahrzeug dauerhaft im Alltag bewegt. Erst dann zeigt sich, ob manch Kleinigkeit sich zum veritablen Nervfaktor auswächst oder eine andere Sache jedes Mal aufs Neue erfreut.

Genau so erging es unserem Team bei dem Suzuki Swift Sport, der uns seit November 2020 begleitet. Seine knallige gelbe Farbe und die 129 PS für gut 1,1 Tonnen Leergewicht sorgten bereits für spontane Begeisterung. Eine Wohltat inmitten immer mehr großer, schwerer und oft dicker SUVs und/oder Elektroautos. Wandelt sich das positive Swift-Bild bei längeren Fahrten im doppelten Wortsinne?

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Zumindest sinkt der Spaßfaktor nicht: Man findet den optisch auffälligen Swift Sport immer und überall sofort wieder. Warum gibt es eigentlich nicht mehr gelbe Farbtöne im automobilen Sortiment? Selbst modisch passte sich manch Mitarbeiter an … und war in seinem Dorf schnell als bunter Hund bekannt. Oh, und erst die Wirkung auf Kinder: Sein Sohn wünscht sich bald wieder ein gelbes Auto. Suzuki, übernehmen Sie!

Trotz aller Grellheit wurde Suzi auf der Autobahn meist total unterschätzt. Kaum einer ahnte, dass der “popelige Kleinwagen” bis zu 210 km/h rennt. Spätestens dann ist aber der kleine 37-Liter-Tank noch schneller leergesaugt als sonst schon.

Stark verbesserungsfähig ist das Infotainment samt Navi mit Grafik der frühen 2010er-Jahre. Die Zieleingabe geht nur im Stand und die Spracheingabe funktioniert mehr schlecht als recht. Dazu kommt ein träger Touchscreen ohne manuelle Regler. Und wenn wir schon am Meckern sind: Die Klangqualität der Lautsprecher hält sich in Grenzen.

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Egal, den Klang liefert der trotz Mildhybrid und Turbo nach Drehzahl gierende 1,4-Liter-Benziner mit solider Steuerkette. Hier sorgt die Mini-Elektrifizierung für einen angenehmen kleinen Punch und gleicht die Anfahrschwäche aus. Kraft ist immer genug vorhanden, im besten Fall 235 Newtonmeter zwischen 2.000 und 3.000 Umdrehungen. Die knackige Schaltung wirkt wie der Hebel zum Nachladen am Gewehr: Zack, zweiter Gang. Zack, dritter Gang! Tempo 60 im sechsten Gang ist aber auch kein Problem.

Da wird einem warm ums Herz. Und eine Etage tiefer, sofern die einstufige Sitzheizung an war. Ihr Prinzip: Spiegelei oder nix. So weit, so gut. Aber hört der Spaßfaktor beim Suzuki Swift Sport an der Tankstelle auf? Dazu bald mehr in unserem ausführlichem Abschlussbericht.  

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