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Mercedes-Benz Vans plant globale Produktion für VAN.EA

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Mercedes-Benz Vans will die neue Elektro-Plattform VAN.EA ab 2025 auf drei Kontinenten produzieren und ausrollen. Damit soll die steigende Nachfrage nach Elektro-Transportern bedient werden – auch wenn das Segment laut den Mercedes-Planungen auf absehbare Zeit nicht komplett elektrisch wird.

„Perspektivisch wollen wir VAN.EA-Modelle auch an unseren Standorten in den USA und in China bauen“, sagte Mercedes-Vans-Chef Mathias Geisen der „Automobilwoche“. „Es handelt sich um eine globale Architektur.“ Konkrete Modelle oder Jahreszahlen für den Marktstart der VAN.EA-Modelle in den USA oder China nannte Geisen aber nicht. In den USA wird der Sprinter bisher als reines Verbrenner-Modell in Charleston (South Carolina) gebaut, in China wird die V-Klasse für den lokalen Markt in Fuzhou gebaut.

Die deutschen Werke von Mercedes-Benz Vans befinden sich in Düsseldorf und Ludwigsfelde, hinzu kommt ein Werk in Spanien und künftig auch eine Fahrzeugproduktion in Polen. Mercedes-Benz Vans hatte im September 2022 eine Neuordnung des Produktionsnetzwerks in Europa für die nächste Generation von Elektrofahrzeugen angekündigt.

Das Projekt am polnischen Standort Jawor sollte zunächst in Zusammenarbeit mit Rivian entstehen, bevor der US-Partner wie berichtet von den Plänen abgerückt ist – Mercedes baut dort nun ohne Partner in Eigenregie. „Natürlich hätten wir mit dem Partner Rivian weitere Kostenvorteile bei Bau und Betrieb des Werks in Jawor gehabt“, so Geisen. „Die Entscheidung für den Business Case haben wir allerdings unabhängig von einer möglichen Kooperation getroffen.“

Dass auch in Düsseldorf die offenen Baumuster der VAN.EA vom Band laufen sollen und Ludwigsfelde zum E-Mobilitäts-Zentrum wird, war übrigens keine Selbstverständlichkeit bei der Neuplanung der Produktion. Laut Geisen sie das nur in der Mischkalkulation mit Jawor möglich geworden.

Auch wenn Geisen, der seit Anfang 2022 Chef der Van-Sparte ist, den Fokus seiner Strategie auf die Elektromobilität gelegt hat, rechnet der Manager nicht damit, dass der Verbrenner – wie bei der Pkw-Sparte von Mercedes – bis Ende des Jahrzehnts auslaufen wird: „Wir wollen unseren Anteil an Elektromobilität maximal ausbauen, aber der Transporterbereich wird 2030 sicher nicht komplett elektrisch sein. Ich gehe jedoch von einem Anteil von weit über 50 Prozent bei Neufahrzeugen aus.“
automobilwoche.de

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