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Immer mehr Stromer auf den Straßen in SOE unterwegs

Die Zahl der zugelassenen E-Autos steigt, vor allem Plug-in-Hybride sind beliebt. Das sind die Trends 2022.

immer mehr stromer auf den straßen in soe unterwegs

Taxifahrer Mirko Müller tankt Strom in Heidenau. Er liegt voll im Trend – die Zulassungszahlen bei E-Autos steigen. © Norbert Millauer

Hohe Benzinpreise und das Neun-Euro-Ticket im vergangenen Sommer konnten die Bürger nicht zum Umstieg bewegen. Im Gegenteil, es wird im Landkreis immer mehr Auto gefahren. Das legen die aktuellen Daten aus der Zulassungsstelle des Landratsamtes nahe.

Wie schon in den Jahren zuvor ist Zahl der zugelassenen Fahrzeuge abermals gestiegen. Waren Ende 2021 bereits rund 175.600 Pkws, Lkws, Busse und Motorräder zugelassen, sind es jetzt mehr als 178.000 Autos.

Dazu kommen dann noch weitere zulassungspflichtige Fahrzeuge wie Land- und Arbeitsmaschinen, Spezialfahrzeuge sowie Anhänger. Alles dazugerechnet, ergibt das sogar eine Zahl von rund 215.600. Das waren die Trends im vergangenen Jahr.

Trend 1: Zahl der Pkws steigt trotz Krise

Den größten Anteil an der Blechlawine stellen die Personenkraftwagen. Insgesamt 146.808 Stück sind im Landkreis angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr, als 145.224 Pkws zugelassen waren, ist das nochmals ein deutlicher Anstieg und ein neuer Höchststand. 4.780 Pkws waren Neuzulassungen, also fabrikneue Fahrzeuge.

Der Trend setzt sich bei den anderen Gattungen fort. Von Krise keine Spur, schon gar nicht im Transportgewerbe. Die Zahl der Lkws stieg ebenso wie die der Busse.

15.837 Lkws rollen nun auf den Straßen des Landkreises, davon 794 neu zugelassene Trucks. Auch die Zahl der Busse stieg an, wenn auch nur leicht. Sie beträgt jetzt 408, Ende 2021 waren es noch 396.

Trend 2: Die Lust aufs Motorradfahren ist ungebrochen

Sachsen war mal Motorradland. Dass mehr Menschen auf Krädern als in Autos unterwegs waren, ist allerdings Jahrzehnte her. Noch immer liegt die Zahl der motorisierten Zweiräder deutlich unter denen der Pkw, das Verhältnis beträgt beinahe ein zu zehn. Aber es verschiebt sich etwas.

Mittlerweile sind im Landkreis 15.064 Motorräder zugelassen. Das sind noch mal 561 Maschinen mehr als im Jahr zuvor – damals waren es 14.503 Motorräder. Was verblüfft: Von 2020 zu 2021 hatte es einen ähnlich großen Zuwachs gegeben.

Überhaupt ist deren Zahl in den vergangenen zwölf Jahren nicht rasant, aber stetig gestiegen. 2010 gab es im Landkreis um die 10.000 zugelassene Zweiräder. 2015 waren es bereits rund 12.000 Fahrzeuge, 2020 dann schon fast 14.000 Stück.

In die Auflistung nicht eingerechnet sind Kleinkrafträder, also Motorroller, Mofas, Mopeds und ähnliche. Deren Hubraumgröße beträgt höchstens 50 Kubikzentimeter, die Höchstgeschwindigkeit darf nur für ältere Fahrzeuge mit Bestandschutz über 45 Kilometer pro Stunde liegen. Diese Fahrzeuge bekommen lediglich ein Versicherungskennzeichen und werden von der Kfz-Zulassung gar nicht erfasst.

Man kann aber davon ausgehen, dass etliche Tausend Maschinen im Landkreis gehalten werden – gut mit dabei ist auch immer noch das DDR-Kultmoped Simson.

Trend 3: Plug-in-Hybride auf dem Vormarsch

Insbesondere E-Autos konnten 2022 erwartungsgemäß weiter zulegen. Inzwischen sind im Landkreis insgesamt 1.674 Stromer zugelassen, darunter 1.510 Pkw und 58 Lkw. Vor einem Jahr lag die Zahl der Elektroautos noch bei 1.027 Fahrzeugen.

Noch deutlicher ist der Anstieg bei den sogenannten Plug-in-Hybriden. Das sind Autos, die sowohl mit herkömmlichem Verbrennungsmotor als auch mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind. Deren Zahl legte sogar rasant zu – von 875 Stück Ende 2021 auf nunmehr 5.504 Fahrzeuge.

Die meisten Fahrzeuge laufen jedoch weiterhin rein mit Benzin- oder Diesel-Kraftstoff. So sind derzeit 99.432 Benziner und 39.258 Dieselfahrzeuge zugelassen. Jedoch sank der Anteil der Autos mit Benzinmotor erstmals leicht: Ende 2021 waren dies noch 99.966 Fahrzeuge.

Weitere 8.113 Fahrzeuge haben andere Energiequellen, neben den E-Autos sind unter anderem Autos, die mit Erdgas fahren.

Trend 4: Die Liebe zum VW ist ungebrochen

Bewegung gibt es in der Rangfolge der beliebten Automarken. Hier führt zwar unangefochten VW mit rund 29.200 angemeldeten Fahrzeugen. Die auf den Plätzen dahinter hat sich einiges verschoben. Skoda ist im Landkreis jetzt die neue Nummer zwei, rund 13.100 Autos dieser Marke rollen nunmehr auf den Straßen im Landkreis.

Damit haben die Tschechen Opel verdrängt. Die Marke kam im Vorjahr noch auf rund 13.000 Fahrzeuge, nun aber nur noch auf rund 10.600. Das reicht immerhin noch für Platz vier. Zwischen Skoda und Opel rangiert nunmehr Ford mit etwas mehr als 10.600 zugelassenen Autos.

Audi folgt auf Platz fünf, 7.900 Fahrzeuge werden davon im Landkreis genutzt.

Im bundesweiten Vergleich sieht es übrigens etwas anders aus. Da ist dem Portal Statistika zufolge Volkswagen vor Opel die meistgefahrene Automarke, an dritter Stelle folgt aber Mercedes-Benz vor Ford und BMW. Skoda landet deutschlandweit hinter Audi auf Rang sieben.

Es gibt im Landkreis übrigens auch sehr selten gefahrene Marken. Zugelassen sind unter anderem 16 Ferrari, sieben Maserati, sechs Bentley und sechs Aston Martin, je vier Lamborghini und Cadillac sowie drei Rolls-Royce.

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