Überkapazitäten, Billigimporte und Inflation: Goodyear will in Fulda und Fürstenwalde keine Reifen mehr backen. Die Reifenmarke Fulda soll es aber weiter geben.
(Bild: Goodyear)
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Die Schließung des Werks in Fulda soll bis September 2025 erfolgen. “Dieses Vorhaben ist vorbehaltlich der Konsultationen mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern”, erklärte ein Sprecher.
Billigimporte aus Asien
Die Entscheidung, Überkapazitäten abzubauen, ermögliche es Goodyear, die Kostenstruktur zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität langfristig zu sichern. Die geplante Schließung des Werks in Fulda habe keine Auswirkungen auf die Reifenmarke Fulda, die Goodyear fortführen wolle. Fulda-Reifen würden in verschiedenen Werken hergestellt und seien weiterhin verfügbar.
Neue Tätigkeit für 90 Mitarbeitende
“Goodyear bedauert diesen Schritt sehr und er spiegelt in keiner Weise die gute Arbeit wider, die die Mitarbeiter in Fulda und Fürstenwalde über viele Jahre hinweg geleistet haben”, erklärte ein Sprecher. Das Unternehmen sei sich der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und ihren Familien bewusst und entschlossen, “faire Lösungen zu finden und alle Betroffenen zu unterstützen”. In Fulda könnten den Angaben zufolge etwa 90 Mitarbeitern aus den Bereichen Verkauf und Verwaltung entweder im Goodyear-Werk in Hanau oder im Homeoffice eine neue Tätigkeit angeboten werden.
Goodyear ist nach eigenen Angaben eines der größten Reifenunternehmen der Welt mit rund 74.000 Mitarbeitern in 57 Werken in 23 Ländern. In Deutschland zählt Goodyear rund 5000 Mitarbeitende.
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(fpi)