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Fliegende Taxis, TVs und Metaverse: Das sind die Trends auf der CES

fliegende taxis, tvs und metaverse: das sind die trends auf der ces

Das sind die Technik-Trends für 2023 auf der CES

Die weltgrößte Elektronikmesse CES findet das erste Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie wieder in vollem Umfang in Las Vegas, Nevada, statt. Im vergangenen Jahr waren bei der hybriden Veranstaltung nur 40.000 Besucher*innen zur Messe gekommen – vor Corona waren es noch 170.000.

Die Rückkehr bietet für Besucher*innen viele Möglichkeiten, sich zu vernetzen – laut Messe-Chef Gary Shapiro haben sie dort im Schnitt 29 Meetings. Mit riesigen technischen Neuerungen sollte man zwar nicht rechnen. Trotzdem werden wieder spannende Prototypen und Konzepte vorgestellt. Die futurezone erklärt, welche Trends die Messe bereithält.

Messemotto für mehr Nachhaltigkeit

Das Motto ist dieses Jahr „Human Security“, worunter aber mehr als nur Sicherheitsaspekte fallen. Vielmehr interpretieren die Veranstalter den Begriff auch als Sicherheit für das Leben. Daher richtet man den Fokus auf Nachhaltigkeit, wie beispielsweise bei der Lebensmittelproduktion und -verfügbarkeit. So wurde die diesjährige Keynote von John May gehalten, dem CEO des Agrar-Giganten John Deere. Das Unternehmen wurde für seine autonomen Traktoren mit einem Innovations-Award der Messe ausgezeichnet.

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Mobilität im Fokus

Generell scheint in diesem Jahr vor allem Mobilität viel Raum einzunehmen. Sämtliche großen und kleinen Automobilhersteller zeigen elektrische Konzeptfahrzeuge, neue Serienmodelle oder technische Systeme. So präsentiert das Start-up ASKA sein eVTOL, ein 4-Sitzer-Flugtaxi, erstmals der Öffentlichkeit.

Audi lädt hingegen zur Rundfahrt in der virtuellen Realität. Bei dieser sogenannten “Holoride” haben Mitfahrende eine VR-Brille auf, die Spiele und interaktive Inhalte abspielt. Diese passen sich an die Fahrweise des Autos an. Bremst es ab, wird man auch im Spiel langsamer, fährt es eine Linkskurve, spiegelt sich auch das im Spiel. Besucher*innen können das vor Ort testen. Laut Audi sind bereits viele Fahrzeuge holoride-fähig, sofern sie aus dem Modelljahr 2023 stammen.

Auch BMW zeigt heute erstmals sein neues Konzept für ein Betriebssystem der nächsten Fahrzeug-Generation vorgestellt. Bereits vor einigen Wochen wurde in einem Marketing-Stunt auf den Social-Media-Kanälen des deutschen Autoherstellers der smarte Assistent „Dee“ angekündigt, den BMW-Chef Oliver Zipse erstmals gezeigt hat.

Riesige Fernseher

Wie jedes Jahr sind auch heuer wieder neue Fernseher ein wichtiges Thema auf der CES. Viele Firmen zeugen neue 8k-Modelle. Die sind allerdings weiterhin nicht alltagstauglich, nachdem TV und Streaming noch nicht mal alle Inhalte in 4k anbieten, 8k-Auflösung sucht man noch vergeblich.

Interessanter sind hier eher neue OLED-Technologien. Samsung stellt unter anderem ein 77-Zoll-Modell mit der vielfach gelobten QD-OLED-Technologie vor. Das Bild soll damit heller sein, die LEDs langlebiger und die Farben kräftig und lebendig. Sharp zeigt hingegen den weltgrößten Mini-LED-TV mit 120 Zoll. Hier sorgen viele winzige LEDs für starke Kontraste und eine gute Helligkeit.

Falten und Klappen

Neben den massentauglichen Geräten sind auch wieder allerlei Paradiesvögel dabei. Der Hersteller Displace kündigte im Vorfeld der CES an: „Der Fernseher, wie wir ihn kennen, wird sich für immer verändern“. Gemeint ist, dass sie ein vollkommen kabelloses, 55 Zoll großes 4k-Gerät zeigen.

LG hat unter anderem den OLED Flex mitgebracht, der sich verbiegen lässt. So kann man zwischen einem curved und einem flachen Display wechseln. Dafür erhielt LG einen Innovationsaward der CES. Samsung bringt die Flex Slideables Solo und Duet mit, bei denen das Display an einer oder an beiden Seiten herausgezogen und somit erweitert werden kann. Der Flex Hybrid hingegen ist ein Mix aus ausziehbarem und faltbarem Display.

Neue VR-Brillen

Ein Thema das sich auch 2023 weiter halten wird, ist die virtuelle Realität und das Metaverse. PlayStation hat bei seiner Pressekonferenz das neue Headset PSVR 2 gezeigt und HTC stellt ebenfalls eine neue AR/VR-Brille vor. Sie soll ein Konkurrent zur Meta Quest sein und somit ohne Kabel und PC auskommen. Stattdessen soll sie leicht und klein gestaltet sein und über Kameras und Tiefensensoren verfügen.

Die Messe selbst widmet sich dem Thema Web 3.0 und Metaverse mit eigenen Sessions und ein eigenes Areal. Dort werden etwa neue Sensoren oder Gadgets wie die ContactGloves des japanischen Start-ups AI Silk, der VR-Controller ersetzen und den Träger*innen das Gefühl tatsächlicher Berührungen vermitteln soll, wenn sie in der virtuellen Realität etwas anfassen.

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Österreich auf der CES 2023

Aus der österreichischen Politiklandschaft wird Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky die Messe besuchen. Auch einige österreichische Firmen reisen nach Las Vegas. So wird unter anderem Halbleiterhersteller AT&S vertreten sein und der von ehemaligen AKG-Mitarbeiter*innen gegründete Kopfhörerhersteller Austrian Audio.

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