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Der größte Traum vieler Elektroauto-Fahrer wird wahr

Das Aufladen eines Elektroautos kann viel Zeit kosten. Insbesondere abseits von Schnellladesäulen verstreicht in der Regel viel Zeit, ehe die Reise fortgesetzt werden kann. Doch es besteht Aussicht auf Besserung.

der größte traum vieler elektroauto-fahrer wird wahr

Ist das Laden eines Elektroautos bald nicht mehr notwendig?Bildquelle: Petair / ShutterStock.com

Muss man sich in Zukunft tatsächlich keine Gedanken mehr über das Aufladen eines Elektroautos machen? Durchaus möglich. Denn ein Forschungsteam des Instituts für Elektrische Energiewandlung (IEW) an der Universität Stuttgart hat jetzt erfolgreich das induktive Aufladen eines E-Autos während der Fahrt erprobt. Zunächst allerdings nur auf einer 20 Meter langen Teststrecke.

Elektroautos laden während der Fahrt

Die Forscher berichten in einer Mitteilung der Universität von einer enormen Effizienz. Es seien Wirkungsgrade von mehr als 90 Prozent realisierbar, was vergleichbar mit dem Aufladen an einer klassischen Ladestation ist. „Wir kennen kein System, das ähnlich effizient ist“, freut sich IEW-Direktorin Nejila Parspour. Man habe einen Meilenstein beim induktiven, dynamischen Laden erreicht.

Das kabellose Aufladen eines technisch entsprechend umgerüsteten BMW i3 erfolgt über spezielle Spulenelemente im Boden. Sie sind etwa 20 Zentimeter vom Fahrzeugboden entfernt. Eine magnetische Kopplung zur sekundärseitigen Spule im Fahrzeug sorgt für die notwendige Energieübertragung. Dabei wurde eine Ladeleistung von kontinuierlich 10 kW gemessen. Vergleichbar ist das in etwa mit der Ladeleistung an einer Wallbox oder an einer öffentlichen AC-Wechselstrom-Ladesäule.

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Teststrecke für induktives Laden der Universität Stuttgart.

Technologie insbesondere für Shuttledienste interessant

Bis die Technologie mit klassischen Pkw nutzbar sein wird, muss sicherlich noch einige Zeit vergehen. Schneller könnte sie für autonom fahrende Fahrzeuge von Shuttle- oder Lieferdiensten wie dem Rewe Snack Mobil realisierbar sein. Die Fahrzeuge könnten rund um die Uhr und ohne Standzeiten während des Ladevorgangs im Einsatz sein. Deshalb ist auch vorgesehen, das automatische Aufladen in einem nächsten Schritt beim autonom fahrenden Campus-Shuttle der Universität Stuttgart zu erproben.

In diesem Zusammenhang ist zusätzlich vorgesehen, die Teststrecke auf dem Campus Vaihingen zu einer Forschungsstraße auszuweiten. Das soll ermöglichen, das bidirektionale Laden weiter zu erforschen. Eines der Ziele ist es, die Leistungsdichte zu erhöhen. Heißt mit anderen Worten: Eine Steigerung der Energieübertragungs-Leistung pro Fahrstrecke ist fest eingeplant.

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