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CES: Sony und Honda präsentieren Automarke Afeela und zeigen Prototyp für 2026

Sony Honda Mobility wird sein E-Auto unter der Marke Afeela bekannt machen. In Las Vegas steht ein Prototyp des Autos, das ab 2026 vermarktet werden soll.

ces: sony und honda präsentieren automarke afeela und zeigen prototyp für 2026

Sony und Honda wollen das in ihrem eigens gegründeten Unternehmen “Sony Honda Mobility” gemeinsam entwickelte Elektroauto unter dem Markennamen Afeela vermarkten. Das gaben die Partner auf der Technik-Messe CES in Las Vegas bekannt. Dort präsentierten sie einen Prototyp des Autos, das sie ab 2026 zunächst in Nordamerika verkaufen wollen.

Der Elektronik- und Unterhaltungskonzern Sony bringt künstliche Intelligenz, Sensoren, aber auch Entertainment-Funktionen in die Partnerschaft ein, betonte einmal mehr der Chef von Sony Honda Mobility, Yasuhide Mizuno. Der Auto-Riese Honda hat hingegen den Hut bei der Hardware-Entwicklung auf. Beide haben auf vergangenen CES schon zwei Versionen ihrer Ideen als Prototyp mit dem Namen “Vision-S” vorgestellt.

Afeela Interieur (4 Bilder)

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Erwartbar, aber wenig praxistauglich: Seit den 50er-Jahren tauchen in auffallend vielen Prototypen nach oben geöffnete Lenk- äh -dinger auf, die sich in der Serie wieder zum Vollkreis schließen. Hondasony begründen das mit einer besseren Sicht auf den Bildschirm: “Der Panoramabildschirm erstreckt sich über den gesamten vorderen Bereich, und das Lenkrad wurde speziell entwickelt, um die Ablenkung durch den Bildschirm zu minimieren.”

Erklärtes Ziel ist Selbstfahren auf Level 3 für Autobahnen und Assistenzsysteme auf der Autonomiestufe “2+” für alle anderen Straßen. In der Beschreibung heißt es: “Unser Prototyp ist mit insgesamt 45 Kameras und Sensoren innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs sowie 800 TOPS maximaler Rechenleistung für Steuergeräte ausgestattet. Wir werden SoCs von Snapdragon Digital Chassis verwenden.”

Hintergrund

Kein SUV immerhin

Entgegen dem Trend haben die Partner der Versuchung widerstanden, das Auto als SUV zu gestalten. Die 4895 mm lange, mit Sensoren 1900 mm breite und 1460 mm hohe viertürige Limousine fällt mit ihren Abmessungen wohl am ehesten in die Kategorie “Mittelklasse”. Typisch für ein Elektroauto ist ihr langer Radstand von 3000 mm. Die Gestaltung ist abgesehen von den unvermeidbar hervorragenden Sensorcluster-Geschwulsten auffallend clean und ruhig, geradezu Hoffnung erweckend angesichts der grassierenden Sehschlitz-Mode sind die vergleichsweise großen Fensterflächen.

Afeela Exterieur (7 Bilder)

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Zu der Fläche zwischen den Scheinwerfern schreibt Hondasony ein paar Sätze, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen: “Die Media Bar lässt Mobilität mit Menschen interagieren. Das Fahrzeug kann sich ausdrücken, indem es verschiedene Arten von Informationen mit Menschen um es herum teilt. Schon vor dem Einsteigen beginnt das interaktive Mobilitätserlebnis. Eine Schnittstelle für eine neue Ära.”

Die für eine vernünftige Effizienz, Komfort und Lenkpräzision eigentlich viel zu breiten Raddimensionen mit vorn 245/40R21 und 275/35R21 hinten entstammen – wie bei Prototypen üblich – dem Regal “Beeindruckung”. Laut technischer Datentabelle ist ein Allradantrieb vorgesehen, über Leistungen der Motoren und Speicher bekommen wir noch keine Informationen. Das ist allerdings auch wenig überraschend in einem Bereich mit rasanter technischer Entwicklung und einem Erstverkaufstermin in guten drei Jahren.

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(fpi)

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