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Alle neuen Elektroautos 2023

Für E-Auto-Interessenten hat 2023 viel zu bieten. Wir zeigen alle BEV-Neuheiten vom Kleinstwagen bis zur Luxuslimousine. Und auch SUV sind jede Menge neue dabei.

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© Abarth
Die Marke Abarth hat sich auch einer rein elektrischen Zukunft verschrieben und bringt als Nachfolger für den 595/695 eine sportliche Ableitung des Fiat 500 E. Die bringt mehr Leistung und eine deutliche Kriegsbemalung mit.

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© Aiways
Die chinesische Marke Aiways bringt mit dem U6 ein SUV-Coupé auf Basis des U5. Neben der Fließheckkarosserie ist auch ein stärkerer Antrieb neu.

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© Audi
Audi hat seinen großen Elektro-SUV rundum spürbar aufgefrischt. Mehr Akkukapazität, schnelleres Laden, je nach Modell effizientere Motoren und verbesserte Aerodynamik geben ihm nochmal richtig Schwung für die zweite Lebenshälfte. Dazu gibt es mit dem vorangestellten Q8 für den E-Tron eine neue Nomenklatur.

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© Audi
Das gilt auch für die Sportback-Variante, die wegen der etwas besseren Aerodynamik eine höhere Reichweite als der Standard Q8 E-Tron aufweist.

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© Stefan Baldauf
BMW bringt 2023 nicht nur die neue Generation des 5ers an den Start, sondern legt auch mit dem BMW i5 und i5 Touring rein elektrische Versionen des Modells auf.

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© BYD
Der chinesische BYD Atto 3 will sich mit neuer Batterietechnologie mit den etablierten Anbietern wie VW, Mercedes und Renault in der elektrischen Kompaktklasse messen.

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© BYD
Im Format eines Mercedes EQE schickt der chinesische Hersteller BYD außerdem seine Fünfmeter-Limousine Han nach Deutschland.

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© BYD
Und auch ein Luxus-SUV fährt BYD vor. Mit viel Leistung, viel Platz und viel Ausstattung will der 516 PS starke BYD Tang das Segment der E-SUV in Deutschland aufmischen.

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© Bernd Conrad
Anfang 2023 kommt der neue Citroën ë-C4 X als verlängerte Variante des bekannten Kompaktmodells mit großem Kofferraum und Elektroantrieb auf den Markt.

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© DS Automobiles
Der DS 3 Crossback war nach dem DS 7 Crossback das zweite eigenständige Modell der Pariser Premiummarke DS Automobiles und wurde im Jahr 2019 eingeführt. Nun bekommt der B-Premium-SUV ein umfangreiches Update. Genau wie beim größeren Bruder entfällt auch beim DS 3 der Namenszusatz Crossback. Neu ist unter anderem der stärkere Elektromotor für die E-Tense-Variante mit 115 kW (statt bisher 100 kW) bzw. 156 PS und einer Reichweite kombiniert nach WLTP von bis zu 400 Kilometern.

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© Ford
Ford MEB Elektro-SUV Teaser

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© Fisker
Der Fisker Ocean wird bei Magna in Österreich gebaut. Die US-Marke will das Modell in Europa im Direktvertrieb ausschließlich online verkaufen. Als Einstieg in die Baureihe dient der Sport mit 205 kW und einer Reichweite von 440 Kilometern. Dann folgt der Ultra mit 400 kW, der 610 km weit kommen soll und laut Fisker in 4,2 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Darüber sortiert sich der 410 kW starke Ultra ein, dessen Reichweite laut Hersteller 630 km beträgt und der aus dem Stand in 3,9 Sekunden 100 km/h erreichen soll.

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© Ford
Mitte 2023 wird Ford mit der neuen Generation des großen Van Tourneo Custom auf den Markt kommen. Der Großraum-Kasten kommt serienmäßig mit acht Sitzplätzen und wird erstmals auch in einer Elektroversion zu haben sein, deren Eckdaten im Wettbewerbsumfeld aufhorchen lassen. Zum Einsatz kommt die Performance-Version des E-Antrieb mit 160 kW, die dem großen Kasten dank maximal 415 Newtonmeter Drehmoment zu recht munteren Fahrleistungen verhelfen dürfte. Der Akku verfügt über eine Brutto-Kapazität von 83 kWh, von denen netto 74 kWh nutzbar sind. Die Reichweite nach WLTP soll dabei rund 370 Kilometer betragen.

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© Torsten Seibt
Für den gewerblichen Ableger E-Transit Custom gibt es außerdem eine Basis-Motorisierung mit 100 kW Leistung. Auf die Effizienz zahlt eine neue Dampfeinspritz-Wärmepumpe ein, laut Ford die erste überhaupt in einem Elektroauto, die für Heizung und Kühlung der Kabine sorgt und dabei besonders sparsam sein soll.

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© Hyundai
Hyundai bringt den Ioniq 6 als elektrische Sportlimousine im Coupé-Style auf den Markt – der koreanische Hersteller spricht von einem Streamliner. Die maximale Reichweite ist ordentlich. Auf die First Edition ab 66.400 Euro folgen die Basismodelle ab 43.900 Euro.

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© Hyundai
Hyundai bringt 2023 die zweite Generation des beliebten SUV Kona. Darunter auch wieder eine Elektroversion (Bildmitte). Die Eckdaten werden sich am bereits vorgestellten Schwestermodell Kia E-Niro orientieren: 150 kW, 65 kWh Akku. Wahrscheinlich entfällt wie bei Kia die schwächere 100 kW-Variante des Vorgängermodells-

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© Jeep
Mit dem Avenger kommt der erste rein elektrisch angetriebene Jeep Anfang 2023 auf den Markt. Obwohl der kleine Elektro-SUV vor allem das Stadtpublikum ansprechen soll, wird es ihn auch mit Allradantrieb und einer gewissen Geländekompetenz geben. Jeep setzt große Hoffnungen auf den kleinen SUV, 2024 soll er das meistverkaufte Modell der Marke sein.Kia bringt noch in der ersten Jahreshälfte 2023 einen großen elektrisch betriebenen SUV an den Start – der Fullsize-SUV hört auf den Namen EV9 und feiert auch in Europa sein Debüt.

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© Kia
Kia bringt noch in der ersten Jahreshälfte 2023 einen großen elektrisch betriebenen SUV an den Start – der Fullsize-SUV hört auf den Namen EV9 und feiert auch in Europa sein Debüt. Das Modell kann mit Fug und Recht als elektrischer Telluride tituliert werden und wird auch als Hyundai Ioniq 7 ein SUV-Geschwisterchen bekommen.

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© Lexus
Die Toyota-Nobeltochter Lexus bringt ihr erstes rein elektrisch angetriebenes Modell an den Start. Der Crossover-SUV RZ 450e nutzt die Plattform des Toyota BZ4X und verfügt über ein Yoke-Lenkrad. Der neue RZ, der ab Januar 2023 ausgeliefert wird, kommt auf eine Länge von 4,80 Meter, eine Breite von 1,90 Meter und eine Höhe von 1,64 Meter.

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© Maserati
Mit dem ultra-potenten Granturismo Folgore eröffnet Maserati ein neues Kapitel im Segment der elektrischen Sportwagen. Er verbindet beeindruckende Dynamik mit der lässigen Eleganz des klassischen italienischen Herrenfahrer-GT, das ist großes Kino.

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© Maserati
Der Maserati Grecale Folgore ist ein vollelektrischer SUV mit 105 kWh Batteriekapazität. Gebaut wird er komplett in Italien. Mit 368 kW (500 PS) und 800 Nm Drehmoment, die der vollelektrische Motor sofort zur Verfügung stellt, erreicht der Grecale Folgore eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h.

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© Mercedes
Optisch wie technisch ist der EQE SUV eine raumreduzierte Variante des EQS SUV und daher der für europäische Straßen- und Verkehrsverhältnisse besser geeignete SUV auf der großen EQ-Plattform von Mercedes. Wer nicht dringend sieben Sitze benötigt – Zusatzsitze wird es beim EQE SUV nicht geben – trifft mit E statt S wohl die bessere Wahl. Vor allem, weil auf der Technikseite mit Ausnahme des extragroßen Options-Akkus des EQS auf nichts verzichtet werden muss.

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© Mercedes
Der EQT – das Schwestermodell zum Renault Kangoo E-Tech Electric – startet zunächst als 4,50 Meter langer Fünfsitzer mit kurzem Radstand; eine Langversion folgt im weiteren Jahresverlauf 2023. Einziger Antrieb ist ein 90 kW (122 PS) und 245 Nm starker E-Motor, der die Vorderräder antreibt und den 1,9 Tonnen schweren EQT maximal 134 km/h schnell macht.

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© Microlino
So kurz das Auto ist, so lang scheint der Weg zur Serienreife: Micro glaubt seit 2016 an den Microlino und hat nun endlich die Produktion des Elektrofahrzeugs, das vom Konzept her zwischen Auto und Motorrad angesiedelt ist, gestartet. Die Auslieferungen starten mit einem Editionsmodell für 21.000 Euro im Sommer, bis zum Jahresende soll dann auch die Basisversion für 15.000 Euro verfügbar sein. Der Motor liefert maximal 89 Nm und leistet 12,5 Kilowatt. Mit diesen 17 PS erreicht der Zweisitzer eine auf 90 km/h limitierte Höchstgeschwindigkeit. In fünf Sekunden beschleunigt das je nach Akkupaket 496 bis 513 Kilogramm leichte Gefährt von null auf 50 km/h.

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© Manu Lozano
Wenig überraschend erinnert der Nissan Townstar an den Kangoo. Zum Japaner macht den Townstar ein neues Gesicht. Der Townstar EV basiert entsprechend auf dem Renault Kangoo E-Tech und liefert daher auch die identische Antriebstechnik wie der Mercedes EQT (siehe dort).

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© Nio
Mit seinen Abmessungen (4,79 Meter lang, 1,49 Meter hoch) positioniert sich der Nio ET5 leicht oberhalb des Wirkungsbereichs des Model 3 von Tesla. Der ET5 wird ausschließlich mit Allradantrieb ausgeliefert. Der vordere Motor leistet 150 kW (204 PS), das hintere Pendant steuert 210 kW (285 PS) bei. Das Gesamtsystem liefert demnach 360 kW (489 PS) und beschleunigt den ET5 in bis zu 4,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h.

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© Nio Deutschland GmbH
Nach dem ET5 und ET7 ist der EL7 der dritte Nio, der deutsche Kundinnen und Kunden von chinesischen E-Autos überzeugen will. Er ist 4,91 Meter lang, 1,99 Meter breit sowie 1,72 Meter hoch und bietet einen Radstand von 2,96 Meter. Das ist ziemlich genau das Größenniveau eines Audi Q8 E-Tron. Wer den größeren Akku wählt und diesen kauft, ist auf einen Schlag mindestens 94.900 Euro los.

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© Stellantis Germany GmbH
Der neue Opel Astra kommt mit reinem Elektroantrieb – und zwar auch als Sports Tourer. Als Energiequelle dient ein 54 Kilowattstunden großer Lithium-Ionen-Akku im Fahrzeugboden, dessen insgesamt 102 Zellen in 17 Modulen zusammengefasst sind. Opel gibt für den Astra Electric nach WLTP einen Energieverbrauch von 14,9 Kilowattstunden auf 100 Kilometern an, die Reichweite soll bei 416 Kilometern liegen.

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© Stefan Baldauf
Der Opel Corsa-E kommt in den Genuss des Baureihen-Facelifts und erhält den Antriebsstrang vom Peugeot e-208. Dieser verfügt nach wie vor über die 50 kWh-Batterie, der E-Motor kommt aber auf 115 statt 100 kW. Trotzdem sinkt der Stromverbrauch, wodurch die Reichweite von 362 auf 400 Kilometer steigt. Später folgt noch eine GSe-Version des Corsa.

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© Opel
Opel macht außerdem aus dem Mokka-e den Mokka Electric und spendiert diesem neben dem neuen Namen auch gleich noch einen optimierten Antrieb. Mit dem größeren Akku legt auch die Power des Elektromotors zu. Die steigt von 100 auf 115 kW, das maximale Drehmoment von 260 Nm bleibt dabei unverändert. Von null auf 100 km/h beschleunigt der Opel-Stromer in unter 10 Sekunden. Die elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit beträgt 150 km/h.

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© Bernd Conrad
Der Ora Funky Cat startet Anfang 2023 als erstes Modell der chinesischen Elektroautomarke. In der Kompaktklasse trifft er auf Konkurrenten wie Cupra Born, MG4 Electric und VW ID.3. Neben einem unverwechselbaren Design will der Funky Cat vor allem mit moderner Digital-Ausstattung punkten.

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© Stellantis Europe
Peugeot stellt die Elektroversion seines Kompaktmodells 308 vor, die auch mit großem Kofferraum erhältlich sein wird. Der E-308 und E-308 SW dienen als technische Blaupause für den kommenden Elektro-Astra von Opel.

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© Polestar
Polestar stellt mit dem 3 ein Elektro-SUV vor, dessen Leistung und Preis in der Verbrennerwelt einem Porsche Cayenne entsprechen. Auch die Reichweite soll mit 610 Kilometern keine Reichweitenangst verursachen. Ein Nachteil des 111-kW-Akkus ist jedoch das Gewicht: Der Stromspeicher treibt die Leermasse auf mindestens 2.584 Kilogramm.

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© smart
In Sachen Größe und Leistung entschwindet der #1 für Smart-Verhältnisse in neue Dimensionen. Das gilt auch für die Preise, die bei 41.490 Euro beginnen. Zwischen den Achsen sitzt im Unterboden der Sustainable Electric Architecture (SEA; genauer SEA Entry) des Mercedes-Partners Geely ein Akku mit 66 kWh Kapazität.

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© Vinfast
Vinfast will es wissen: 2017 gegründet, kommen die Vietnamesen nun mit dem Elektro-SUV VF8 nach Europa. Die 354 PS und 500 Nm starke Eco-Version kommt mit 82 kWh, die Plus-Variante mit 408 PS, 640 Newtonmeter und 88 kWh Kapazität.

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© Vinfast
Der Vinfast VF9 ist das aktuelle Topmodell der Marke und soll ebenfalls 2023 bei uns auf den Markt kommen. Das Siebensitzer-SUV streckt sich auf stolze 5,12 Meter Länge und tritt damit gegen Luxusliner wie den EQS SUV an. Die Leistung: 300 kW. Der Akku ist mit 92 oder 123 kWh zu haben.

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© Volvo
Der EX90 geht 2023 einen großen Schritt in die vollelektrische Volvo-Zukunft, kann bidirektional Laden und irgendwann allein fahren. Zum Marktstart erhält der EX90 einen 111-kWh-Akku, dessen nutzbare 107 kWh für eine Reichweite von 600 Kilometern im WLTP-Zyklus gut sind. Die beiden Permanentmagnetmotoren an Vorder- und Hinterachse leisten je nach Version zwischen 300 kW (408 PS) und 380 kW (517 PS)

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© VW
Der “Elektro-Passat” ID.7 Der ist das zweite Modell, das Volkswagen als Weltauto nach dem ID.4 auflegt und in den Regionen USA, Europa und China anbieten wird. Volkswagen stellt die Modell auf den Modularen Elektrobaukasten (MEB). Entsprechend lehnt sich die Technik an die bereits bekannten ID-Modelle an. Der Akku kommt netto auf 77 kWh und soll dank der optimierten Aerodynamik 620 Kilometer nach WLTP ermöglichen. Bei dem langen Radstand des Elektro-Passat findet auch der größte MEB-Akku mit 111 kWh Platz.

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Ford MEB Elektro-SUV Teaser

Das abgelaufene Jahr 2022 stand stark im Zeichen der Elektroautos, die einen gewaltigen Aufschwung vollführten. Zweistellige Zuwachsraten in einem für Standard-Pkw eher katastrophalen Jahr unterstrichen, wo die Reise in Zukunft hingeht. Allerdings gibt es zumindest in Deutschland auch Fragezeichen bezüglich einer Fortsetzung dieses Booms, der nicht zuletzt durch eine enorm hohe staatliche Förderung begründet war. Diese wird bekanntlich künftig kräftig eingedampft.

Weniger Fördergeld, mehr Modelle

Die Hersteller sehen das Ganze optimistischer, zumal natürlich Deutschland nur einer von vielen Absatzmärkten ist. Und so zeigt die Entwicklung auch, dass die Elektromobilität unabhängig von Bonusprogrammen kräftig Fahrt aufnimmt. Ablesen lässt sich das an den über 40 neuen Modellen, die für 2023 alleine bei uns auf dem Premierenkalender stehen. Erfreulich dabei ist das ausgewogene Angebot in fast allen Klassen mit zum Teil auch “bürgerlichen” Preisen, während das vergangene Jahr vor allem hochpreisige Premieren aus dem Luxus- und SUV-Segment kannte. Alle neuen E-Autos, die 2023 neu zu den Händlern kommen, zeigen wir Ihnen in der Bildergalerie zu diesem Beitrag. Zusätzlich stellen wir in der unten stehenden Übersicht die zehn wichtigsten Neuheiten des Jahres im Detail vor.

Zwei größere Effekte sind dabei für 2023 besonders zu beobachten. Trend 1: China kommt. Nach einigen, zum Teil richtig erfolgreichen Testballons im abgelaufenen Jahr folgen nun weitere chinesische Hersteller mit einem interessanten Angebot. Und Trend 2: Die konzernweiten Baukästen bescheren uns künftig eine Vielzahl neuer Autos mit nahezu identischer Technik. Der kommende Mercedes EQE SUV ist ein Beispiel dafür, besonders aber der immerhin 14 Marken umfassende Stellantis-Konzern, in dem mehr und mehr Marken auf die gemeinsamen E-Plattformen setzen.

Stellantis im Neuheiten-Fieber

Das bringt gerade bei Stellantis im neuen Jahr eine Vielzahl von Neuvorstellungen. Denn bevor der ganz große Schritt zu den vier konzernweiten STLA-Plattformen vollzogen wird, bekam die noch aus PSA-Zeiten stammende E-CMP-Plattform ein Upgrade zur E-CMP2. Und weil auf dieser zahlreiche Kleinwagen und kompakte SUV basieren, fällt der Aufschlag entsprechend groß aus. Peugeot, Citroen, Opel und selbst Jeep setzen auf die E-CMP2-Plattform und bringen 2023 daher neue Modelle. Letzterer Marke verhilft die konzernweite Stromer-Architektur zum ersten Elektroauto überhaupt, dem Jeep Avenger. Dieser soll außerdem als Novum wahlweise mit Allradantrieb kommen. Das bot bislang noch kein Stellantis-Modell auf dieser Basis.

Für die einzelnen Marken ist diese kostensparende Gleichteilestrategie nicht ganz risikolos. Speziell bei emotional stark aufgeladenen Marken wie dem Geländewagen-Urgestein Jeep oder der auf Luxus getrimmten Sub-Marke DS muss man den Kunden vermitteln können, was deren Modelle außer dem höheren Preis von einem braven Opel Corsa Electric unterscheidet. Schließlich fährt dieser mit der identischen Antriebs- und Akkutechnik vor.

2023 bringt jedoch auch Gewöhnungsbedürftiges aus anderen Richtungen. Zum Beispiel von Smart. Die Marke, die ursprünglich mit winzigen Stadtautos debütierte und mit den elektrifizierten Varianten von Fortwo und Forfour im Elektroauto-Markt (nicht zuletzt dank des nach Förderung sehr vergnüglichen Preises) beachtliche Absatz-Erfolge feierte, verabschiedet sich aus diesem Markt. Der neue Smart #1 ist ein 4,3 Meter langes elektrisches Kompakt-SUV unter vielen und hat weder bei den Abmessungen noch bei Leistung (bis zu 428 PS) oder Preis (ab 41.490 Euro) auch nur entfernt etwas mit dem Ur-Modell zu tun. Ob die deutsche Kundschaft den von Geely in China gebauten Smart #1 so lieben wird wie die beiden knuffigen Vorgänger, wird eine der spannenden Fragen im E-Auto-Jahr 2023.

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